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Die Angleichung der europäischen Privatrechte schreitet immer stärker voran. Dabei stellen derzeit die Richtlinien das wichtigste Instrument des
europäischen Normgebers dar. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Angleichungsstand der Produkthaftung nach den Vorgaben der Produkthaftungsrichtlinie der
EG vom 25. Juli 1985 (85/374/EWG). Diese Richtlinie ist inzwischen in allen Mitgliedstaaten umgesetzt worden und diente darüber hinaus auch als Vorbild für die
Gestaltung der Produkthaftungsrechte anderer Staaten, insbesondere der beitrittswilligen ost- und mitteleuropäischen Staaten. Die Arbeit stellt zunächst das
angeglichene Produkthaftungsrecht der Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich und Spanien sowie die in Anlehnung an die EG-Produkthaftungsrichtlinie in Rumänien
erlassenen Regelungen vergleichend dar. Anschließend werden die Ansatzpunkte der Europäischen Kommission für eine künftige Reform der Produkthaftungsrichtlinie
untersucht. Wie der im Januar 2001 vorgelegte Zweite Bericht der Kommission über die Anwendung der Richtlinie zeigt, hat das angeglichene Recht bislang allerdings noch
nicht die ihm zugedachte Bedeutung erlangt. Dies beruht zum einen darauf, dass die Richtlinie in besonders sensiblen Bereichen Optionen eröffnet, die von den
nationalen Gesetzgebern unterschiedlich ausgefüllt worden sind. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass die Gerichte immer noch primär auf die jeweiligen autonomen
nationalen Produkthaftungsregelungen zurückgreifen. Im zweiten Teil der Arbeit werden daher die nationalen Produkthaftungsvorschriften in Deutschland, Frankreich und
Spanien sowie das neue Produkthaftungsrecht Rumäniens vergleichend gegenübergestellt.
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Ioana R. Kraft wurde 1971 in Bukarest geboren. Sie studierte Rechtswissenschaft in Bochum und Düsseldorf. Das Referendariat absolvierte sie in Essen
und Caracas. Von 1999 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, IPR und Rechtsvergleichung in Düsseldorf. Seit 2003 lebt
sie in Shanghai, wo sie zunächst für eine Wirtschaftskanzlei arbeitete. Derzeit ist sie für die European Chamber of Commerce in China tätig.
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