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Hohe Geldbußen gegen Wachskartell
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Die EU-Kommission hat gegen die Konzerne ENI, ExxonMobil, Hansen & Rosenthal, Tudapetrol, MOL, Repsol, Sasol, RWE und Total Geldbußen von 676 Millionen Euro verhängt. Sie
hatten sich von 1992 bis 2005 an einem Paraffinwachs-Kartell im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beteiligt und damit gegen das Kartellverbot nach Artikel 81 des EG-Vertrags
verstoßen. ExxonMobil, Sasol, Shell, RWE und Total wurden darüber hinaus auch für ein Paraffingatsch-Kartell auf dem deutschen Markt belangt. Bei Paraffingatsch handelt es
sich um das Vorprodukt von Paraffinwachs. Sämtlichen Kartellmitgliedern wurden Preisabsprachen in Bezug auf die betroffenen Produkte nachgewiesen.
ExxonMobil, Sasol, Shell, RWE und Total wurden darüber hinaus auch für ein Paraffingatsch-Kartell auf dem deutschen Markt belangt. Bei Paraffingatsch handelt es sich um das
Vorprodukt von Paraffinwachs. Sämtlichen Kartellmitgliedern wurden Preisabsprachen in Bezug auf die betroffenen Produkte nachgewiesen. Zudem hatten ExxonMobil, MOL, Repsol,
Sasol, Shell und Total Märkte und Abnehmer untereinander aufgeteilt. Die Geldbuße gegen Sasol wurde wegen der führenden Rolle des Unternehmens im Kartell um 50% erhöht. Die
Geldbuße für ENI wurde um 60 % erhöht, weil sich das Unternehmen bereits früher ein vergleichbares Verhalten hatte zu Schulden kommen lassen.
EU-Wettbewerbskommissarin Kroes dazu: " Vermutlich haben Haushalte und Unternehmen in ganz Europa schon Produkte gekauft, die von den Praktiken der ,Paraffin-Mafia’
betroffen waren, dafür überhöhte Preise gezahlt und wurden somit wirtschaftlich geschädigt." Paraffinwachse werden für die Herstellung einer Vielzahl von Produkten (z. B.
Kerzen, Papier, Papptassen und –teller, Käsebeschichtungen, Chemikalien, Reifen oder Autoteile) sowie in der Kautschuk-, Verpackungs-, Klebstoff- und Kaugummiindustrie
verwendet. Die Umsätze auf dem Markt erreichen fast 500 Millionen Euro.
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